So befüllst du einen Riechstift oder Inhalierstift oder Duftstick

Riechstifte sind einfach in der Handhabung und je nach Modell können sie auch öfter befüllt werden.

Riechstifte werden auch Duftstifte oder Inhalierstifte genannt. Sie sind ungefähr so groß wie ein Lippenstift und können - je nach Ausführungsart - mehrfach befüllt werden. Aufgrund der Größe kannst du einen Riechstift immer in der Handtasche haben, benötigst keinen Strom, kein Wasser und andere Menschen in deiner Umgebung können sich nicht über einen unerwünschten Duft beklagen.

Also: jede Menge Vorteile eines solchen Stifts im Gegensatz zu einem Vernebler oder auch zu einem Raumspray.

Den unterschiedlichen Riechstiften ist eines gemeinsam: es gibt ein Vlies (am Besten aus Baumwolle) in Form eines festen Stäbchens. Darauf werden einige Tropfen des oder der ätherischen Öle gegeben und das Vlies wird dann in den eigentlichen Stift gegeben. Die Stifte haben Löcher aus denen der Duft strömt. Eine Schutzkappe verschließt diese Löcher. Bei Bedarf hältst du dir einfach nur den Stift mit den Löchern unter die Nase und atmest die Öle ein.

Bei den Duftstiften Riechstiften Inhalierstiften gibt es unterschiedliche Ausführungen:

  1. Die sehr preiswerte aber leider nicht sehr langlebige Variante: eine einfache Kunststoffhülle (erinnert an einen Lippenpflegestift), an deren unteren Ende sich ein Plastikkäppchen befindet. Bei Lieferung ist das Käppchen noch lose, muss aber - nachdem das Vlies eingelegt wurde - fest angedrückt werden. Manchmal ist es möglich, dieses Plättchen mit einem Messer zu lockern und nochmals zu öffnen. Dann lässt sich das Vlies entnehmen, der Stift innen reinigen und ein neues Vlies einlegen. Aber leider funktioniert das nicht immer und vor allem nicht auf lange Zeit.

  2. Die etwas teurere Variante sind Duftstifte die aus zwei Bestandteilen bestehen: der Behälter für das Vlies ist ein Glasrörchen und darauf wird der Aufsatz mit den Löchern geschraubt. Das ganze wird dann in eine hübsche Schutzhülle gegeben. Durch das Gewinde lässt sich das Glasröhrchen leicht öffnen und schließen, reinigen und neu befüllen. Somit ist dieses System sehr viel langlebiger. Aus diesem Grund habe ich mich für meinen Shop entschieden, diese Variante ins Sortiment aufzunehmen. Du findest hier im Shop eine große Auswahl unterschiedlicher Farben.

Den Riechstift reinigen und das Vlies auswechseln

Wie schon erwähnt, werden die ätherischen Öle auf ein Vlies getröpfelt und dieses Vlies kann entweder mit dem selben Duft aufgefrischt werden oder aber du wählst einen ganz anderen Duft aus. Eine Reinigung ist ebenso wichtig nach Anwendung bei z. B. einer Schnupfennase.

Dazu musst du natürlich die Stifte innen reinigen. Das funktioniert sehr gut mit 70%igem Alkohol. Entweder tränkst du ein Kosmetiktuch oder ein sehr dünnes Taschentuch mit Alkohol und wischst das Innere und auch den Aufsatz aus. Oder aber du befüllst z. B. das Glasröhrchen mit etwas Alkohol und lässt diesen etwas einwirken. Schütteln und dann den Alkohol ausschütten. Danach ist der Stift wieder für einen neuen Einzelduft oder eine Mischung bereit. Kleiner Tipp: je nachdem welchen Durchmesser das Vlies hat, kann es sein, dass es nicht von selber aus dem Röhrchen rutscht. Ein Zahnstocher leistet dann eine gute Hilfestellung.

Wie viele Tropfen werden bei einem Riechstift benötigt?

Die Tropfenanzahl richtet sich danach, ob er für ein Kind und/oder sehr duftempfindlicher Mensch gedacht ist oder aber für einen Erwachsenen.

  • Für Kinder ca. 3 Tropfen
  • Für Erwachsene ca. 6 Tropfen

Werden Mischungen benutzt empfiehlt es sich oft erst die Mischung herzustellen und in einem kleinen Fläschchen als Grundmischung aufzubewahren. Und dann das Vlies mit der fertigen Mischung zu beträufeln. Die Grundmischung selber kann für unterschiedliche Anwendungen verwendet werden: für den Riechstift, mit Salz für ein Fuß- oder Vollbad, mit Öl als Einreibung, für den Vernebler, etc.

Ätherische Einzelöle oder eine Mischung?

In den meisten Fällen wird eine Mischung aus verschiedenen ätherischen Ölen verwendet. Und hier gibt es unglaublich viele, mögliche Kombinationen. Es kommt ja immer darauf an, wofür du den Riechstift benötigst:

  • Brauchst du eine freie Nase während einer Erkältung? Dann bieten sich für Erwachsene Kombinationen mit den bekannten Erkältungsölen wie Ravintsara, Cajeput, Manuka, Thymian Ct. Linalool, Zitrusöle, Eukalyptus Globulus, Eukalyptus radiata, verschiede Minzearten, Holzöle wie Fichte, Tanne, Angelikawurzel, Benoze Siam etc. an. Bei Kindern solltest du auf die Pfefferminze sowie den Eukalpytus verzichten. (Siehe auch diesen Blogbeitrag)
  • Du möchtest dich oder deine Kinder beim Lernen mit einem Duft unterstützen? Dann bieten sich Mischungen mit Zitrusölen an.
  • Benötigst du aber vielleicht eine Mischung weil du dich traurig fühlst, niedergeschlagen, trübe Gedanken hast - also ein echtes Stimmungtief - dann sind Kombinationen mit Grapefruit, Bergamotte, Benzoe, Neroli, Tonka, Rose oft unterstützend.
  • Und wenn du mal nach extrem hektischen Zeiten endlich wieder zur Ruhe kommen möchtest / musst, dann schnuppere mal an Baumölen wie Zeder oder Sandelholz, Nadelöle von Fichte, Tanne, Kiefer, Vetiver erdet wunderbar, Melisse beruhigt die Nerven ebenso Römische Kamille und Benzoe Siam oder Tonka / Vanille bringen mit ihren warmen, süßlichen Duft oft Erinnerungen an Trost.

Einzelöle bieten sich oft für ein sogenanntes Riechtraining an. Schon vor Corona war bekannt, dass viele Virenerkrankungen das Riechsystem in Mitleidenschaft ziehen und nach einer Erkrankung viele Menschen weniger gut oder sogar gar nicht mehr Düfte / Gerüche wahrnehmen können. Es gibt weltweite einige wissenschaftliche Untersuchungen, die aufzeigen, dass ein Riechtraining Verbesserungen bringen kann und zwar schneller als ohne ein solches Training. Eine Anleitung (inklusive Video) gibt es im österreichischen Aromashop von Evelyn Deutscher. Es gibt auch Untersuchungen die aufzeigen, dass ein Riechtraining das Gedächtnis verbessern kann, ein großartiger Artikel dazu ist bei Eliane Zimmermann zu finden.

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